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In fair Verona,...

.... where we lay our scene...

Die zwei Königskinder sind zueinander gekommen und war das Wasser auch noch so tief, und hielt es ihr Herz auch noch so eisig umklammert.

Du bist an meiner Seite, wir sind zusammen – auch wenn die Nacht uns trennt. Vor ewiger Zeit hast Du mal gesagt, niemand werde deine Mauern jemals einreißen können. Doch es ist mir gelungen, Schritt für Schritt. Auch wenn ein Teil von mir auf der Strecke blieb. Schritt für Schritt habe ich deine Mauern abgetragen und rund um mein Herz verwahrt. Schien ihm sicherer so. Als ich dann die Hoffnung auf dich aufgegeben und mich längst mühsam von dir abgenabelt hatte, spielte ein glücklicher Wind dich mir wieder in die Hände. Wie ein Blatt. So leicht.

So leicht wie das Glück, das man niemals festhalten kann und an das man glaubt, bis man es verliert. ‚The show must go on’, sagt man. ‚Smile, you are on stage’, sagt man. Und das Gesicht wird zur Maske. Und die Maske wird zur Mauer. Wieder und wieder.

So wie man als Kind an die Unsterblichkeit glaubt und an Unfehlbarkeit. Grundlage eines Universums, so wie ein alter Glaube an Scheiben und ein dortiges Ende der Welt. Doch wir segeln hinaus, kräftig bläst der Wind in unsere Segel und rauer wird die See. Wir nehmen den ersten Schluck der salzigen Gischt und verziehen unser Gesicht. Doch das Schiff verliert nicht an Fahrt, nein es legt zu. Viel zu groß erscheint das Steuer, um es jemals zu bezwingen und doch ist der Glaube unendlich. Der Optimismus riesengroß. Was kostet die Welt.

Dann krängt das Schiff. Ist diese stolze Maid nicht unsinkbar? Das erste Mal die Frage, ‚Was tust du hier? Ist das nicht alles so unendlich viel härter, als es im Hafen schien? War dieser sichere Hafen hinter dir gar eine Illusion?

Die ersten Trümmer treiben vorbei. Mehr denn je wird dir deine eigene Verletzlichkeit, ja Sterblichkeit bewusst. In dem Moment, als dein Fuß den festen Boden verließ und die Planken betrat, hast du einen Kampf angetreten, den du über kurz oder lang verlieren wirst. Auch wenn du nicht daran glaubst. Denkst, es läge in deinen eigenen Händen. Dich auflehnst. Rast. Den Gedanken an das Ende verdrängst. Ja, du hättest wie viele andere ins Wasser springen können, als man dir die Unsterblichkeit nahm, erklären können ‚Dies sei nicht deine Welt’.

Irgendwann begreifst du den Kampf als Chance. Als Chance auf etwas Schönheit. Glück. Liebe. Anerkennung. Du hast nur wenig Zeit und die meisten sehen den Sinn nur im Bestehen, im Funktionieren, als könnte sie jemand anders irgendwann, in ungewisser Ferne dafür belohnen und vor dem Ende verschonen. Wer muss schon an den Sinn denken, wenn man doch vertraut. Alles wird gut?

Nein. Du bist nichts. Das Glück von heute liegt in deinen Händen. Du kannst es dir erarbeiten oder alles daran geben zu funktionieren. Deine Uhr läuft. Keiner ist davor gefeit. Du bist Staub und du wirst Staub sein. Egal wie hart du arbeitest, egal wie viel Geld du auch anhäufst. Du wirst alt werden und auf was schaust du dann zurück. Auf die Jugend, die du als solche nicht zu schätzen wusstest?

Wer hat dich geliebt? Wen hast du glücklich gemacht? Und war es nur eine Sekunde. Wer stand dir bei, in diesem Sturm, dessen Stille so oft trügerisch ist. Hast du diese kurze Zeit mit einem Sinn gefüllt, hast du den Lauf der Welt verändert oder ist sie einfach an dir vorbeigezogen?

Du wurdest mit Fähigkeiten ausgestattet, die dir die Welt zu Füssen legten. Schutzlos. Was hast du damit gemacht. An jedem verdammten Tag. Hast du das Steuer anderen überlassen?

 

 

13.5.06 23:09
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Fabi (7.6.06 01:26)
Wow, freue mich so, hier endlich wieder etwas lesen zu können. Auch wenn die Deutung diesmal sehr schwer fällt. Gibt es euch noch in der "alten" Form? Ich hoffe und auch bald mehr von euch beiden zu lesen.

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